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Vor etlichen Monaten konnte man die Entstehung einer kleinen Kapelle in der Mönchberger Flur auf dem Weg zu den Aussiedlerhöfen beobachten. Sie ist mit 2 Heiligenfiguren, dem Heiligen Wendelinus und der Gottesmutter ausgestattet. Der Name lautet „Kapelle zu den sieben Höfen“.

Am 20. März 2020 sollte diese feierlich eingeweiht werden, was aber verschoben werden musste.

In den 60er Jahren hatten sich 7 Landwirtsfamilien entschlossen, der Enge des Dorfes zu entkommen und sich inmitten ihrer Felder anzusiedeln. Endlich sollte für die Landwirtsfamilien Klaus und Ro­sel Mil­ten­ber­ger, Hed­wig und Franz Sc­hön­ho­fer, Adolf und St­ef­fi Ha­gel, Karl und Ste­pha­nie Bopp, Hed­wig und Al­fons Link, Alois und Iwa­na Kel­ler so­wie Karl und Ju­lit­ta Mül­ler genügend Platz für Mensch und Vieh, Maschinen und Ernteerträge geschaffen werden

Das 50jährige Jubiläum dieser „Aussiedlung“ wurde 2016 mit einem gemeinsamen Fest gewürdigt. Dabei entschlossen sich die Familien zum Bau einer Feldkapelle. Die Jagdpächter der Reviere I und II waren für dieses Vorhaben zu gewinnen. Die Gemeinde und Matthias Schmitt stellten den Grund zur Verfügung. In eifrigen Verhandlungen gewannen die Landwirte immer mehr Begeisterte für das Vorhaben. Folgende Firmen unterstützen das Vorhaben durch Arbeiten, Material oder Spenden: Planung (Bertwin Kaufmann), Dachstuhl (Matthias Hennig), Zimmerei (Gerd Brand), Baggerarbeiten und Material (Bachmann KG), Fundament (Adnan Kaya), Spenglerarbeiten und Sandsteinplatte (Heinz Hagel), Schreinerei (Roland Weis), Dacheindeckung (Baywa), Staudenbepflanzung (Kremer´s Gartengestaltung), Hecken (Mario Arndt), Restaurierung der Figuren (Markus Kempf), Bänke (Optik Hessler), Pflastersteine und Mauersteine aus Buntsandstein (Werner Volk, Reinhold Braunwarth u.a.). Das Mauern der Sandsteine und das Verlegen des Kopfsteinpflasters übernahmen zwei „Graue Panther“ der Gemeinde Mönchberg: Rudi Schwarz und Seppl Bauer. Alles andere erstellten die Ideengeber in Eigenarbeit und bezahlten z.B. die Vergitterung der Nischen durch den Erlös des Festes. Sogar eine Spende wurde noch ermöglicht. Sie soll die „Helfer vor Ort“ bei ihrem wertvollen Dienst für die Bewohner der umliegenden Dörfer unterstützen. Eine Tafel erläutert den Wanderern und Andachtssuchenden die Bedeutung der Kapelle.

Um die Einweihung am 2. Oktober 2021 gebührend zu feiern wurden durch die offizielle Einführung des Mönchberger Wendelinus-Weges auch Fußpilger und Fahrradfahrer an der Mönchberger Pfarrkirche ausgesendet, über die Golfstraße mit dem Wendelinus-Bildstock und die teilrenovierte Wendelinuskapelle (Informationen dazu durch Kirchenpfleger Werner Weis) bis zur neuen Feldkapelle „Zu den sieben Höfen“ geleitet. Als Rundweg mit weniger als 10 Kilometer ist er gut zu bewältigen. Das Wendelinus-Heft bietet ausführliche Erläuterungen und passende Gebete. Die neu gestaltete Wendelinus-Kerze mit dem Bild aus dem Deckenfresko der Kapelle kann gegen Spende für die Innenrenovierung erworben werden.

Im Beisein der Familien der Aussiedlerhöfe nahm Pfarrer Franz Leipold die Weihe der neuen Andachtsstätte aus Buntsandstein vor. Jagdhornbläser unter der Leitung von Bertwin Kaufmann sorgten für die feierliche musikalische Umrahmung. Bürgermeister Thomas Zöller erläuterte die Entstehung kleinen, aber schmucken Bauwerks und gab Einblicke in die notwendige knifflige Planung. Bei herrlichstem Sonnenschein bestätigte sich für die 100 Besucher, dass dieser Platz mit seiner schönen Aussicht gut gewählt war. Er lädt zum Verweilen ein und stellt damit eine attraktive Bereicherung für den Luftkurort Mönchberg dar.

Nach dem Festakt an der Feldkapelle defilierten Landwirte aus Mönchberg und den benachbarten Dörfern mit hochmotorisierten Traktoren sowie mit historischen Bulldogs auf der Straße. Sie und auch der kleinste Fahrer auf seinem Kindertraktor erhielten den Segen von Pfarrer Franz Leipold sowie eine Christophorus-Plakette für ihr Fahrzeug. Zum Abschluss gab es im nahegelegenen „Hofstadl“ die Möglichkeit zu Einkehr.

 

Text und Bild: Astrid Lurz, PGR Mönchberg, 02.10.2021

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