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Öffentliche Gottesdienste sind verboten, damit die Übertragung von Viren minimiert wird. Priester sind lautbischöflichem Dekret angehalten, trotzdem die Messe privat zu zelebrieren.

Die besonderen Anliegen der Gemeinde werden mit ins Gebet genommen. So halten es auch die Geistlichen in der Pfarreiengemeinschaft St. Wendelinus. In der Mönchberger Pfarrkirche St. Johannes stand Pfarrer Franz Leipold sehr einsam am Altar und feierte den Laetare-Gottesdienst. Laetare (Freue Dich) Jerusalem …, so beginnt der Introitus der Messfeier. Die Mitte der Fastenzeit ist überschritten, die Osterzeit naht, der Priester trägt ein rosafarbenes Messgewand, das Fasten wird unterbrochen. Das Gebet dafür, dass die Infektionsgefahr bald gebannt sein möge, wirkte auf die Gestaltung der Feier. Statt Predigt verharrte Pfarrer Leipold im stillen Gebet für alle Menschen, die schwer unter der Corona-Infektion zu leiden haben, Menschen, die mit den Krankheitssymptomen kämpfen, Menschen, die bereits um Opfer trauern müssen, Menschen, die im Pflegedienst teilweise übermenschliche Kräfte mobilisieren, Menschen die Überstunden schieben, damit die tägliche Versorgung mit Lebensmitteln, medizinischem und technischem Bedarf sichergestellt ist.

Auch wenn zum heutigen Gottesdienst die Türen der Kirche geschlossen waren, zu den üblichen Öffnungszeiten sind sie für einzelne Beter geöffnet. Nicht zu vergessen ist, dass es in der Mönchberger Flur eine Vielzahl von Bildstöcken gibt, die zur stillen Andacht und zum Gebet einladen.

Astrid Lurz

 

4 FASO Franz Leipold

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